Dozent Violoncello
Herwig Tachezi
Herwig Tachezi wurde 1963 in einer Wiener Musikerfamilie geboren. Er erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren von seinem Onkel, dem Cellisten Wilfried Tachezi. Später studierte er an der Wiener Musikhochschule in der Meisterklasse Prof. Kühne. Abschluss mit Konzertdiplom und Würdigungspreis des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.Herwig Tachezi wurde im Jahre 1985 von den Wiener Symphonikern als Solocellist engagiert, verließ aber 1991 das Orchester, um sich hauptsächlich der Kammermusik zu widmen. 1984 Beitritt zum Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt. Tachezi fungiert dort bis zum heutigen Tag als Solocellist.
Tachezi hat sich in letzter Zeit vor allem dem Duospiel gewidmet. Sein ständiger Partner am Klavier ist der deutsche Pianist Iwan König, mit dem er in den zwei letzten Jahren auch wiederholt das Gesamtwerk von Beethoven für Klavier und Violoncello aufgeführt hat. Eine CD-Einspielung dieses Zyklus ist derzeit in Vorbereitung. Mit seinem Vater, dem Cembalisten und Organisten Herbert Tachezi bestreitet der Cellist hauptsächlich das barocke Cellorepertoire, wobei die Bach‘schen Gambensonaten wiederholt aufgeführt wurden. Zu bekannten Künstlern, mit denen Tachezi außerdem zusammengearbeitet hat, zählen die Geiger Benjamin Schmidt, Annette Bik, Christian Altenburger, Erich Höbarth, Ernst Kovacic, Patricia Kopatchinskaja und die Pianisten Chia Chou, Konstantin Lifschitz und Robert Levin.
Als Kammermusiker trat Tachezi in den letzten Jahren auf zahlreichen Festivals in Erscheinung. So beim Hong Kong Arts Festival, Moskauer Forum, Musikalischer Sommer Ostfriesland, Styriarte Graz, Salzburger Festspiele, Internationale Mozartwoche Salzburg, Schubertiade Feldkirch, Rüttihubeliade (Schweiz) etc. Neben dem barocken und romantischen Repertoire widmet sich Tachezi auch der zeitgenössischen Musik. Tachezi wurde vom Ensemble Klangforum Wien zu vielen speziellen Kammermusikprojekten eingeladen. So trat Tachezi als Solist dieses Ensembles u.a. bei den Salzburger Festspielen sowie im New Yorker Guggenheimmuseum auf. Tachezi ist ferner Widmungsträger der Sonate für Cello solo des Kölner Komponisten Georg Heike, die von ihm auch auf CD eingespielt wurde.
Als Pädagoge wirkte Tachezi sieben Jahre an der Salzburger Musikuniversität Mozarteum, wo er historische Aufführungspraxis für Cellisten unterrichte. Im Jahre 1999 wurde er zum Professor an die Wiener Musikuniversität berufen. Daneben bestreitet Tachezi als Moderator auch immer wieder Gesprächs- bzw. Workshopkonzerte zu unterschiedlichen Themenkreisen und ist als Dozent auf Kursen und Seminaren tätig.
